Hähnchenschenkel entbeint

Ich mag unheimlich gerne Hähnchenschenkel oder Brathähnchen. Nur das vom Knochen gezuppel ist immer etwas störend. Gerade wenn man für Gäste kocht ist das nicht so schön wenn auf dem Esstisch dann die ganzen Knochen und Tücher vom Finger abwischen liegen.  So bin ich dazu gekommen das es bei mir nur noch Hähnchenschenkel entbeint gibt. Ein ganzes Huhn zu entbeinen habe ich mich noch nicht getraut, kommt aber bestimmt noch.

Es war genial. Meine Schwiegereltern waren das erste mal zum essen bei mir eingeladen. Mein Schwiegervater möchte gerade vorsichtig, mit Messer und Gabel das Fleisch von den Knochen lösen und findet keinen Knochen. Es kam sehr gut an.

Der erste Versuch war natürlich etwas schwierig, aber nach den ersten zwei Schenkeln hatte ich den dreh raus. Eine gute Anleitung hatte ich mir vorher bei CK angeschaut und dann meine eigene Technik daraus entwickelt. Anfangs habe ich auch für jeden Schenkel bestimmt 20 Minuten gebraucht, jetzt bin ich wesentlich schneller. Da an einem Schenkel ja nicht ganz so viel Fleisch dran ist, lege ich in die Schenkel immer ein Hähnchen-Innenfilet und würze die Schenkel dann auch von innen. Man kann schön Kräuter hinein geben und braucht keine angst haben das sie außen verbrennen. Auch eine Feta-Kräuter-Mischung schmeckt sehr gut. Dieses Jahr möchte ich mich an eine weihnachtlichen Füllung mit Äpfeln und Gewürzen wagen.

Den größten Schwung habe ich letztes Jahr entbeint. 20 Hähnchenschenkel für 9 Personen. Ich habe etwa zwei Stunden gebraucht bis ich alle entbeint, gefüllt und gewürzt hatte. Trotzdem ist es etwas was man super für Gäste vorbereiten kann. Ich habe die 20 Schenkel eine Woche vor dem Geburtstag meines Mannes letztes Jahr entbeint und ofenfertig gemacht und dann flach in mehreren Beuteln eingefroren. Bevor die Gäste kommen früh genug aus dem TK nehmen soweit antauen lassen das man sie passend in die Ofenformen legen kann und dann nur noch im Ofen garen. So hat man Zeit für Deko und später auch für die Gäste. Aus den Hähnchenknochen und Gemüseresten die ich noch im TK hatte habe ich für die Vorspeise noch eine schöne Hühnerbrühe gekocht.

Jetzt mal das Entbeinen selber.

Ich fange dabei immer am „Knochengriff“ an, also am Knochenende an dem kein Fleisch sitzt. Mit einem sehr scharfen Messer schneide ich dort durch die Haut, bis auf den Knochen, einmal um den Knochen. Dann schneide ich an der Unterseite am Knochen herunter bis zum Gelenk. Mit den Fingern löse ich den Knochen vorsichtig vom Fleisch. Von da an löse ich die restlichen Knochen immer mit Fingern oder kleinen Messerschnitten vom Fleisch. Dabei versuche ich immer wirklich die Knochen so blank wie möglich zu haben und die Haut so wenig wie möglich zu beschädigen.

Ich weiß die Beschreibung ist nicht gut aber also ich erstmal angefangen war lief das fast von selber und da bin ich halt im wirklich machen besser als im erklären.

Man sieht bei 20 Schenkeln ergibt das ein gutes Schlachtfeld.

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Hühnersuppe

 Heute habe ich mir mal wieder die Arbeit gemacht eine ordentliche Hühnersuppe zu kochen.

Also Gemüse schnippeln, Huhn langsam auskochen. Nebenbei habe ich noch einen weiße Bohnen Eintropf und einen Schwarzwurzel Eintopf vorgekocht. Da wir nächstes Wochenende den Geburtstag von meinem Mann feiern haben wir so das Essen für die nächste Woche schon fertig und können uns auf die anderen Vorbereitungen konzentrieren. Putzen, waschen, einkaufen alles was sein muss.

Montag und Dienstag gibt es Hühnersuppe. Drei Möhren, eine Stange Lauch, ein Stück Sellerie und zwei Petersilienwurzeln habe ich zuerst geschält. Die Schalen und Abschnitte habe ich zusammen mit einem Bund Petersilie, Pfeffer, Salz , Zwiebeln, Nelken, Lorbeer, Knoblauch, Bärlauch und Liebstöckel und natürlich dem Suppenhuhn mit kaltem Wasser aufgekocht. Wenn es kein TK Huhn ist schneide ich die Haut an den Beinen und Flügeln etwas ein. Wenn ich es langsam auskoche bläht es sich immer auf und wenn ich es dann durchrühre und die Haut reißt habe ich mir schon mal an Spritzern die Hände verbrannt. Ich habe das Huhn heute etwa 3 Stunden kochen lassen. Im Huhn selber ist das so gut wie nichts mehr an Geschmack aber das ist für mich immer ok, der Geschmack soll ja eh in der Suppe sein. Am Huhn selber ist eh kaum verwendbares Fleisch. Da wir beide keiner Großverdiener sind gibt es bei uns leider keine Bio Suppenhühner mit viel Fleisch. Als Fleischeinlage für unsere Suppen gibt es entweder kleine Klöße aus groben Bratwürstchen oder Hähnchenbrust die nachträglich in der Suppe gegart wird. Dieses mal ist es Hähnchenbrust zusammen mit dem restlichen kleingeschnippelten Gemüse und selbst gemachtem Eierstich.

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Einen Teil der Brühe werde ich heute für unser Abendessen verwenden. Bis das Huhn im Topf schwimmt muss ich etwa 4-5 Liter dazu geben und mit Gemüse und Fleischeinlage ist das eine viel zu große Portion für zwei Personen und zwei Tage da kann ich immer gut etwas einfrieren für alle Fälle.

Wenn ich es zuhause habe gebe ich gerne Zitronenscheiben, Ingwer, Weißwein oder Chilli mit zum auskochen. Ingwer und Chilli muss ich nur immer sehr vorsichtig verwenden da mein Mann es nicht so gerne scharf mag.

Wenn man erstmal angefangen hat selber Hühnersuppe zu kochen merkt man, finde ich zumindest, sehr schnell den Unterschied zu Tüten oder Dosen. Tütensuppe bekomme ich gar nicht mehr durch den Hals. Sie schmecken so künstlich und salzig das ich nichts runter bekomme. Und es ist gar nicht schwer. Das Suppenhuhn und die Gemüsereste auskochen. Bei nem ordentlich großen Topf und einer nicht zu hohen Temperatur braucht man keine Angst haben das es überkoch und kann nebenbei schön die Küche aufräumen oder andere Dinge in der Wohnung machen. Bei uns war heute nebenbei Putztag. Vorsichtig das Huhn heraus nehmen, die Brühe abgießen und die Einlage hinein geben und noch einmal aufkochen bis die Einlage gar ist. Wer nen gutes Huhn hat kann es noch absuchen und das Fleisch mit in die Brühe geben. Mehr ist es nicht. Die Arbeit lohnt sich. Hühnersuppe ist super an kalten Tagen, bei Erkältung und auch bei uns jedes Jahr an Weihnachten als Vorspeise dabei.  A

Nussmilch, der erste Versuch

Der derzeitige Vegetarier und Veganer Trend ist ja mit meiner Nichte auch bei mir angekommen. Ich selber bin und bleibe Fleischfresserin. Das meine Nichte Vegetarierin ist für mich aber auch in Ordnung und ich nehme es gerne an um was neues kennen zu lernen. Vegan wäre mir allerdings zu viel. Man sollte nichts übertreiben. Aber das heißt ja nicht das man nicht mal etwas ausprobieren kann. Bei einigen Kochsendungen mit Veganern habe ich gesehen das dort Nussmilch anstelle normaler Milch verwendet wurde. Diese Nussmilch kam mir interessant vor. Desserts oder Torten mit Nussmilch. Auch einen Weihnachtlichen Cremeschluck kann ich mir mit Nussmilch, Zimt und Rum vorstellen.

Da meine Herbstdeko eh gerade aus Nüssen besteht habe ich mir einige Nüsse herausgesucht die über waren. Die Haselnüsse musste mein Mann knacken. Bei mir flogen Nuss und Schale immer in vielen Einzelteilen quer durchs Zimmer. Die Erdnüsse konnte ich aber alleine pellen. In zwei getrennten Gläsern habe ich die Nüsse 4-5 Stunden in Wasser eingelegt. Zu den Erdnüssen habe ich noch etwas Sesam gegeben.

Das Einweichwasser habe ich weggekippt. Die Nüsse habe ich mit etwa 3 mal so viel Wasser wie Nüsse mit einem Pürierstab gemixt. Zuerst hatte ich einige bedenken ob Nüsse Pürieren geht aber es hat überraschend gut geklappt und auch gar nicht so lange gedauert. Die Mischung habe ich dann durch ein Teesieb gefiltert. Und schon hatte ich Nussmilch. Einmal Haselnuss und einmal Sesamerdnuss.

Der Geschmack ist interessant. Bei der Haselnussmilch habe ich wohl etwas zu viel Wasser genommen. Mit etwas Stevia gesüßt schmecken beide Versionen aber wirklich gut. Nur noch Nussmilch werde ich nicht trinken, aber ich werde auf jeden Fall noch mal andere Sorten ausprobieren und zwischendurch anstelle Milch fürs Frühstücks Porridge um mal einen anderen Geschmack zu haben kann ich mir das wirklich gut vorstellen.

Aus den Nussresten werde ich einen Haselnuss-Apfel-Kuchen backen. Was aus den Erdnusssesam Resten wird weiß ich noch nicht ganz.

Nachtrag:

Die Nussreste wurden einfach alle zusammen zu einem Kuchen ohne Apfel. War für Nussliebhaber perfekt.

Gestern habe ich dann noch Mandelmilch getestet. So wirklich überzeugt war ich nicht. Da fand ich die Haselnussmilch besser.

Hot Dog vs Salatteller

Gestern Abend hatte ich einen kleinen Kampf zwischen Gewissen und Gelüste. Wegen den Ödemen achte ich ja immer schön auf Kalorien. Manchmal überkommt es mich dann aber das ich hunger auf all das habe was ich meistens vermeide. Hamburger, Pizza, Currywurst, Chips….alles was richtig fettig ist. Wenn der Hunger auf diese Gerichte dann mal zu stark ist gibt es die auch nur selbst gemacht damit man die Kalorien reduzieren kann.

Gestern hatte ich mal wieder diesen Hunger auf ungesundes. Mein Mann hatte sich abends passend entschieden das es Hot Dog`s geben soll.

Gelüste: Ja. Hot Dog`s. Röstzwiebeln, Soßen, Wurst und Brötchen.

Gewissen: Nein. Brötchen am Abend. Diese bösen Kohlenhydrate. Und dann noch die Wurst aus dem Gals und die fettigen Röstzwiebeln. Diese ganzen Kalorien.

Hot Dog irgendwie gesünder machen? Salat dazu, frische Gurke, Vollkorn Brötchen? Wirklich besser macht es das nicht.

Salat oder Gemüsenudeln ohne Kohlenhydrate ist zwar lecker aber so richtig satt, glücklich und zufrieden bin ich danach auch nicht immer. Zumindest finde ich das ich davon immer riesen Portionen benötige bis ich mal wirklich satt bin. Und selbst dann ist es ein Gefühl als wolle mein Körper mir sagen das ich irgendwas vergessen habe, das noch was fehlt.

Und der Gewinner des Abends war……

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der Salatteller. Gemischter Salat, rote Paprika, Gurke, Ei und Forelle. Viel Eiweiß, Vitamine und keine nennenswerten Kohlenhydrate. Es war schwer aber ich habe den ganzen Abend durchgehalten.