Weihnachtsstress im November

Es ist irrsinnig. Letztes Jahr hatten wir zu dieser Zeit schon alle Weihnachtsgeschenke geplant und zum Großteil sogar schon verpackt zuhause. Dieses Jahr sollte es wieder nur kleine Geschenke geben und ich wollte jetzt eigentlich schon alle zusammen haben um dann nächste Woche in Ruhe in Kur gehen zu können. Ich habe kein einziges Geschenk. Meine Weihnachtsstimmung ist fast bei null. Ich habe jetzt noch neun Tage dann kann ich nicht mehr viel beeinflussen. Ich habe es ja noch nicht einmal geschafft mir ein neues Handy zu besorgen damit ich in der Kur nicht unseren Laptop mitnehmen muss. Was wollen mein Mann und ich Weihnachten essen? Wann sind wir Weihnachten bei welcher Familie? Nichts ist geklärt. Was schenke ich meinem Mann???

Ab jetzt ist Weihnachtsstimmung. Beschlossen und verkündet.

Die Geschenkeplanung hoffe ich heute noch abschließen zu können. Ideen sind da müssen nur noch umgesetzt werden. Für unsere Familien wird es dieses Jahr wohl Geschenke aus der Küche geben. Die werden jetzt vorbereitet und können bis Weihnachten „durchziehen“. Was kann ich natürlich noch nicht verraten, wer weiß ob nicht doch mal einer von denen hier vorbei schaut. Aber nach Weihnachten kann es dann sofort berichtet werden.

Das Essen für meinen Mann vorbereiten hat nur in kleinen Teilen geklappt. Lauchsuppe, Zwiebelhähnchen, Pickert und Schnitzel. Eine Liste mit möglichen schnellen Gerichten und den benötigten Zutaten werde ich noch an die Dunstabzugshaube packen. Ich denke das wird er dann schon hinbekommen. Schinkenwürfel, Leberkäse, Fischstäbchen, Fikandeln aus dem TK. Gibt ja genügend Möglichkeiten. Einen Teil können wir ja sogar schon Donnerstag einkaufen die halten sich ja gut auf Vorrat.

Fehlt noch die Planung für 24.-28.12.14. Ich denke am Samstag 27.12. einkaufen gehen erspare ich mir lieber. Also Planung für fünf Tage. Möglichst nicht zu schwer im Magen. Weihnachten wird immer so viel gegessen, das ist schon immer richtig anstrengend. Gekräuterte Lammfilets, marinieren und dann einfrieren. Auftauen, kurz anbraten und gut. Oder geschnetzeltes, vorgebraten ohne Soße einfrieren. Gulasch geht auch gut aber das mag mein Mann nicht so gerne. Die Einkaufsliste könnte ich dann jetzt schon Schreiben für die Zutaten die auf jeden Fall frisch sein müssen, also Salat für mich dazu, Eier etc. Wenn ich es doch noch schaffe mir ein neues Handy zu besorgen könnte ich sogar noch online unsere Angebote durchstöbern und spezielle Sachen nachordern.

Wenn mein Mann wüsste was ich schon alles wieder von rechts nach links überlege würde er wieder Schimpfen das ich mir zu viele Gedanken mache. Ich bin mir aber sicher wenn ich mir da jetzt die Gedanken machen haben wir beide es in den drei Wochen leichter und Weihnachten könnte für mich doch noch stressfrei werden.

So also mal ein kurzes Mindmapping zum Weihnachtsessen:

– Lammfilets mit Kräutermantel

– entbeinte, gefüllte Hähnchenschenkel

– Geschnetzeltes

– Frikasse

– Filettopf

Das schwerste ist eigentlich etwas zu finden was mein Mann und ich beide mögen, gut vorzubereiten ist und nicht zu alltäglich, soll ja schon was feines sein zu Weihnachten.

In der Weihnachtsbäckerei

Nachdem es Freitag im Büro schon irgendwie stressig und chaotisch war hätte ich mir eigentlich schon denken können das das Wochenende total aus dem Ruder läuft. Aber Freitag nach der Arbeit habe ich noch mit nichts gerechnet. Da stand erst einmal Kekse backen mit den Kolleginnen an. Verschiedene Keksteige wurden vorbereitet mitgebracht. Schokolade zum verzieren und für Pralinen hatten wir auch. Nach dem dritten Teig fing es langsam an mühsam zu werden da alle Teige zum ausstechen waren aber trotzdem war es schön. Es roch nach Vanille, Zimt, Lebkuchen.

Interessant war die Variante Keksteig zum ausstechen, Toffifee drauf Baiser drauf. Sah super auf und geschmeckt haben sie auch toll, nur das umschließen der Toffifee mit dem Baiser war etwas schwer und so ist das Toffifee beim Backen erstmal schön zerlaufen.

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Da wir ja geplant mindestens vier Teige hatten, habe ich meine Pralinenformen und Schokolade und unterschiedliche Zusätze für Geschmack mitgebracht und habe mich neben der Ausstechstatin niedergelassen und mich an Pralinen geübt. Mit ausstehen habe ich es irgendwie immer nicht so, da sind mir Pralinen dieses Jahr irgendwie lieber. Da habe ich richtig spaß dran. Pralinen esse ich auch lieber als Kekse. Vielleicht kommt es auch daher.

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Aber trotzdem war es lustig. Ja ich war aber auch irgendwie froh so gegen halb sieben mit meinem Mann einkaufen zu fahren. Mann merkte auch bei den letzten Teigresten wurden wir auch etwas sehr „kreativ“ mit Tonkabohne im Teig (ist ja noch recht normal) aber bei Lavendel bin ich mir ja unsicher ob das so passt. Montag mal probieren. Für eine noch bessere Stimmung hatten wir noch eine schöne Flasche alkoholfreien Sekt dabei und ich hatte spontan noch einen Ingwer Zitronen Sirup zuhause vorbereitet. Neben dem ganzen Hugo, den ich nicht mehr mag, mal wieder war neues, leckeres.

Die schöne Weihnachtsvorfreude vom Kekse backen wollte ich eigentlich am Rest des Wochenendes noch ausweiten….aber nix war….Auto machte wieder Zicken und ruck zuck war das Wochenende mit Auto suchen, als neue Alternative, und Auto reparieren lassen voll und die Weihnachtsstimmung war dahin.

Pralinen aus 1200 Gramm Schokolade

 Da mein Mann mal wieder in Hannover lernen muss hatten meine Küchenfee und ich Zeit uns mit 1200 Gramm Schoki auszutoben.

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Angefangen sind wir mit ganz einfachen Kreationen Minigugelhupfe mit Vollmilch-Lebkuchen und weißer Schoki.

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Stutenkerle mit Vollmilch-Lebkuchen-Weihnachtsgewürz.

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Zartbitter-Zitrone mit weißer Schoki.

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Himbeere-Vanillie und Johanissbeere-Vanillie jeweils mit weißer Schoki.

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Vollmilch-weiß-Lebkuchen-Kaffee.

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Und dann ist es irgendwie mit uns durchgegangen.

Zartbitter mit persischem Blausalz.

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Vanillie-Chilli-Salz mit weißer Schoki.

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Weiße-Vanillie mit Vollmilch-Minzzucker.

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Ich glaube beim Salz waren wir etwas übermütig. Sie sind sehr sehr salzig geworden. Danach ist uns leider die Schoki ausgegangen. Lavendel, Hibiskus und bunte Blüten lassen wir uns bis zum nächsten mal.

Die gefüllten Formen aus dem schwedischen Möbelhaus ließen sich zuerst recht gut befüllen. Sie hielten auch dicht. Das öffnen allerdings war dann kniffeliger und schön heraustrennen ließen sie sich auch nicht. Ich werde es noch einmal versuchen und sie nach dem füllen im Kühlschrank deponieren. Vielleicht werden sie dann etwas fester und lassen sich besser heraustrennen.

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Um uns die Zeit zu vertreiben bis die Pralinen fest genug sind zum heraustrennen haben wir noch ein paar Kekse gebacken. Normalerweise backe ich ja ungern Kekse die man ausstechen muss. Aber diesesmal hat es wirklich gut geklappt. Alle Zutaten schnell zusammenkneten und ausrollen. Kein langes kühl stellen, kein kleben und zerreißen.

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Geburtstags Menüs

Das Wochenende ist geschafft. Der Geburtstag von meinem Mann haben wir gut überstanden. Sogar relativ stressfrei, dank der guten Vorbereitung.

Frühstück mit Eltern und unserer Küchenfee und Abendessen mit Freunden.

Mein Mann hatte sich extra Frühstück nicht Brunch gewünscht. Also gab es in warm neben Rührei und Bacon nur noch Hähnchen Nuggets. Aber trotzdem konnte ich mich etwas austoben mit Caro zusammen an Rührkuchen, Quarkbrötchen und Pralinen. Die Pudding-Quark-Creme und die Pfannkuchenrollen zähle ich jetzt nicht mehr zum austoben.

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Das beste waren wirklich die Pralinen. So einfach aber total beliebt. Nachdem ich meine Arbeitskolleginnen schon mit der ersten Lage Pralinen beglücken konnte hatte ich diesesmal noch die Variationsmöglichkeiten aufgestockt. Ich hatte Instantkaffee, Johanisbeerpulver, Himbeerpulver, Vanille und Weihnachtsgewürz. Es ist so einfach. Schoki schmelzen, Geschmack rein, in die Pralinenform und dann aushärten lassen. Sooo lecker. Also Himbeere Vanille, in weißer Schoki mit einem Klecks Vollmilch. Mein Liebling.

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Jeder hat etwas für sich gefunden. Wir hatten zwar nicht die riesen Auswahl aber von allem Etwas. Süß, herzhaft, warm, kalt und genug um auf jeden fall satt zu werden. Eine Kreation meiner Mutter: auf eine Scheibe Kuchen einen Löffel Pudding-Quark-Creme streichen.

Für mich war wichtig das ich das meiste abends vorher vorbereiten konnte und so morgens keinen Stress hatte. Trotzdem habe ich die erste Tasse Kaffee nur halb geschafft bis sie kalt war.

Für abends musste ich dann auch nicht mehr viel machen. Es gab vier Schnitzel-Variationen mit Semmelknödeln, Pilzrahmsoße und Salat. Die Schnitzel hatte ich vorab vorbereitet und dann nur anfrittiert und eingefroren. Ich hatte normale Schnitzel, Rosmarin Schnitzel, Schnitzel mit Keltischen Kräutern und Schnitzel mit eingeklopftem Schinken und Paprika in der Panade. Die Keltische Kräuter Mischung aus dem Internet ist genial. Zutaten: Gundelrebe, Brennnesselblatt, Bärlauch, Knoblauch, Schabziger Klee, Beifuß. Das habe ich gleich noch in die Soße gegeben und würde da generell derzeit einiges mit. Meist salzt mein Mann dann auch nicht mehr nach.

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Die Semmelknödelscheiben waren natürlich auch selbst gemacht. Mit ordentlich Laugenbrötchen und fertig Röstzwiebeln und frisch selbst glasig gedünsteten Zwiebeln. Schön in form rollen und einfach im Dampfgarer garen lassen. Aufgeschnitten, eingefroren konnte ich sie so gut portionieren und einfach passend zum essen anbraten.

Die Soße waren einfach zwei dicke Zwiebeln schön weich gedünstet, Pilze, Sahne und Keltische Kräuter. Bevor ich die Sahne angegossen habe hab ich es zwei drei mal mit etwas Wasser angegossen.

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Wir hatten immer zeit für unsere Gäste und trotzdem immer gut zu essen. Alle waren versorgt und keiner musste sich allein in der Küche herum drücken. Es war einfach ein wirklich schöner, entspannter Tag.