Häkeln lernen

Nach dem ich in der Kur angefangen habe zu stricken habe ich es jetzt einmal mit häkeln versucht. Der Anfang war etwas holperig aber zumindest Granny Square quadrate in einer Farbe kann ich jetzt. Fünf Quadrate liegen schon fertig im Wohnzimmer. Ein sechstes ist angefangen und ein kleines habe ich aus einem Rest meiner bunten Strickwolle gemacht. Für das kleine habe ich dann ein passendes kleines Kissen genäht und mit Watte gefüllt. So konnte ich auch schauen warum die Nähmaschiene jetzt wieder anfängt zu spinnen. Das kleine Quadrat habe ich auf das kleine Kissen genäht. Fertig ist mein Nadelkissen. Leider kann ich gerade kein Foto hochladen da der Rechner nicht auf mein Handy zugreifen will und mein Mann hat den Laptop mit auf Lehrgang. Nächste Woche Freitag kommt er wieder und dann sehe ich zu das die Fotos dazu kommen.

Die Anleitung für die Granny Squares habe ich mir bei Youtube angeschaut. Etwas 15 mal mindestens. Vorher hatte ich ein Video geschaut wo die einzelnen Häkelsticke gezeigt wurden. Die ersten 10 Versuche habe ich immer wieder aufgeribbelt. Man kann auch immer in den ersten drei oder vier Quadraten kleinere Fehler finden. Es ist eigentlich nicht schwer aber irgendwie habe ich mich etwas dusselig angestellt. Zu meiner Verteidigung….ich bin erkältet und stehe unter dem Einfluss von Medis. Auch das Nedelkissen Granny hat nen kleinen Fehler aber der fällt nicht weiter auf. Ich finde es trotzdem niedlich. Es hat was von nem Puppenstubenkissen. Wenn man erstmal angefangen ist die Quadrate zu häkeln ist es fast wie eine Sucht. Wenn ein Quadrat fertig ist muss man das nächste anfangen. Ich weiß noch gar nicht was ich aus meinen Lila/Rosa Grannys mache. Ich werde mal sehen wie viele Quadrate ich aus den frei Knäulen mit je 20g schaffe. Dann muss ich ja auch noch lernen wie man die zusammen häkelt. Wer weiß wie dusselig ich mich dabei anstelle. Die Quadrate bestehen ja nur auf Luftmaschen, Stäbchen und festen Maschen. Ich habe aber auch schon welche gesehen mit Blumenmuster oder Kreisen oder als Sechseck. Mal abwarten wie weit meine derzeitige Handarbeitsphase noch geht.

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3 Männer / 12 Tage

Es stehen mal wieder zwei Blockwochen lernen in Hannover an bei meinem Mann. In der Zeit wohnt er mit zwei anderen Männern in einer kleinen Kellerwohnung. Also viel Schule und lernen, wenig Zeit für einkaufen und kochen. Und da ich weiß das zumindest mein Mann dann zu Pommes, Kroketten, Schnitzeln und Fischstäbchen neigt, was ungesund und nicht ideal zum lernen ist, habe ich eine Liste zusammengestellt und ein kleines Körbchen gepackt. Naja kleines Körbchen ist vielleicht etwas untertrieben. Bisher ist es eine Tragetasche und ein Klappkorb und das sind nur die Sachen die nicht gekühlt werden müssen. Mein Mann war schon am lästern ich würde denen die Ablenkung beim Einkauf nicht gönnen aber er weiß das ich es ihnen nur einfach machen möchte. Gerade so grundlegende Sachen, die es meist nur in größeren Mengen gibt die sie niemals aufbrauchen würden, wie Zucker, Salz, Pfeffer, Zimt, Curry, Pommessalz, Paniermehl und Zwiebeln sind schon abgepackt. Auch Kartoffeln, Nudeln und Reiskochbeutel und Brot hat er erstmal für mindestens die erste Woche dabei.

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Einige Sachen sind dabei die würde es hier zuhause niemals geben, Pulver für Kartoffelpuffer, Tüten für Zwiebelsahnehähnchen. Hannover ist halt nicht zuhause.

Beim durchschauen ob wir noch etwas an Tütensuppen oder Konserven haben was er mitnehmen könnte habe ich festgestellt das die einzigen Tütensuppen die wir haben seit mindestens einem halben Jahr abgelaufen sind.

Glitzerkugeln

In der Kur habe ich das Basteln wieder neu für mich entdeckt. Früher habe ich schon immer mal gebastelt und gelesen um mich zu entspannen. Zum lesen habe ich derzeit keine Ruhe. Ich muss einfach was mit den Händen machen und sehen das daraus etwas wird.

Angefangen bin ich mit Glitzerkugeln.Ganz einfach Styroporkugeln mit Nadeln und Palitetten vollstechen. Man muss nicht viel nachdenken und wenn man den Dreh erstmal raus hat geht es recht schnell. so schnell das meine zwei Kästen mit Nadeln nach der ersten Woche aufgebraucht waren.

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Rückblick über die Kur

Jetzt bin ich seit 5 Tagen wieder zuhause. Langsam gewöhnt man sich wieder ein. Ich war sogar schon zwei Tage arbeiten. Wenn man jetzt zurück blickt hatte ich sehr hohe Erwartungen an diese vier Wochen, die natürlich nicht erfüllt wurden. Allerdings wenn man es einmal genau überlegt hat mir die Kur sehr viel gebracht. 4,3 Kilo abgenommen, insgesamt etwa 3,5 Liter an Armen und Beinen verloren, ich habe jetzt Rezepte für Bandagen und Lymphamaten und neue Kompressionsversorgungen und ich habe einiges neues erfahren.

Trotz allem bin ich überglücklich wieder zuhause zu sein. Endlich wieder das eigene Bett, selber kochen, mit meinem Mann kuscheln, das eigene Bad und all die kleinen Annehmlichkeiten die man im eigenen Zuhause so hat.

Als allererstes habe ich Frikadellen zu Neujahr gemacht für meinen Mann und mich. Schön mit Tomatensoße und Pilzen. Und da ich es so vermisst habe zu kochen und mal etwas zu essen was gewürzt ist, habe ich die Frikadellen total überwürzt mit Bärlauch, keltischen Kräuter, Senf, Knoblauch und Salz. Wobei ich gar nicht so viel Salz genommen habe. Man konnte sie nur essen mit einer großen Flasche Wasser dabei.

Was ich auf jeden Fall beibehalten möchte ist das ich mich selbst und meine Gesundheit nicht mehr hinter die Arbeit stelle. Einfach abschalten und wirklich was für mich machen. So bin ich heute auch sofort pünktlich aus dem Büro raus, obwohl noch alle geblieben sind, und sofort zur Hausärztin und habe mit alle Rezepte geholt um dann gleich morgen alles zu beantragen. Um so schneller ich das alles zuhause habe, um so schneller kann ich daran arbeiten das Ergebnis der Kur zu halten und vielleicht sogar noch auszubauen. Die 1000 Kalorien werde ich zwar nicht auf dauer beibehalten aber ich denke ich kann meinen Ernährungsplan noch etwas verbessern. Meist lasse ich das Frühstück komplett ausfallen bei der Arbeit und esse dort oft nebenbei.