Tüte vs. Selber kochen

Aus dem Buch von Marc-Uwe Kling
Die Känguru-Chroniken

“ »Das ist, als ob du in den Supermarkt gehst und da wählen kannst zwischen der Tütensuppe von Maggi und der Tütensuppe von Knorr, aber in Wirklichkeit ist alles Nestlé.
…..

Es gibt Fischstäbchen.
»Ich ess keinen Fisch«, sage ich.
»Kannste ruhig essen«, sagt das Känguru. »Is eh Hähnchen.«
»Was?«, frage ich.
»Is alles Hähnchen«, sagt das Känguru. »Fischmac, Schweineschnitzel, Rindergulasch: alles Hähnchen.«
»Alles Hähnchen?«, frage ich.
»Ja, außer Chicken Nuggets«, sagt das Känguru.
»Chicken Nuggets?«
Ich muss unbedingt damit aufhören, immer nur stupide die letzten Worte des Kängurus zu wiederholen.
»Chicken Nuggets sind panierter Tofu«, sagt das Känguru.
»Panierter Tofu?«, frage ich. Verdammt.
»Jetzt setz dich und iss dein Geflügel, Junge«, sagt das Känguru “

Ich finde diese Zitate einen passenden Einstieg zu meiner nächstens Aufgabe. Die Idee kam mir bei einer Unterhaltung im Büro. Auf meine Bemerkung das diese ganzen Tüten doch fast alle unnötig sind und meine Notfalltütensuppen beim letzten Aufräumen mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum in den Müll geflogen sind und ich auch keine wieder gekauft habe wurde ich angelächelt und mir wurde gesagt das wäre kein Wunder ich würde ja auch kochen können aber wenn man nicht kochen kann wären Tüten toll.
Was heißt es eigentlich kochen zu können. Mit einer Tüte muss man doch auch kochen. Also Herd anstellen, rühren, Zutaten in bestimmter Menge dazugeben und abschmecken. Ist es da wirklich viel schwerer etwas gerade ohne Tüte zu kochen? Klar eine selbst angesetzte Hühnersuppe dauert länger als mal eben schnell eine Tüte auf und fertig. Aber selbst das kann man in größerer Menge einmal vorbereiten und hat dann genug um einige Portionen einfrieren oder sogar einkochen zu können. Dann hat man auch was wenn es mal schnell gehen muss und das schmeckt dann bestimmt besser.

Da ich gerade eh auf der Suche nach einer Kochbuchidee war, welche ich bis Ende des Jahres umsetzen kann, habe ich mir nun vorgenommen mir Fertigprodukte und Tüten zu suchen und die selbst nach zu kochen und dann einmal einen Vergleich zu ziehen.

Vielleicht wird das auch ein Weihnachtswichtel Geschenk für eine meiner Kolleginnen die gerne auf Tüten und Fertigprodukte zurückgreifen oder meinen Mann. Das wäre auch etwas das ich meinen Kindern mitgeben würde wenn die mal ausziehen, wenn ich mal Kinder haben sollte.

Sollte ich nach dem nächsten Einkauf die ersten Anregungen gesammelt haben werde ich meine „kochbuchseiten“ hier in einer neuen Kategorie sammeln. Mal sehen was dabei so herauskommt.

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Ein Gedanke zu “Tüte vs. Selber kochen

  1. Eine super Idee! Ein tolles Projekt!
    Ich habe das mal Spaßeshalber eine Weile gemacht, einmal in der Woche eine Tüte mitgenommen und ausprobiert. Basis für Bolognese Sauce, Räubereintopf, Rahmschnitzel oder Schinkennudeln usw. Zwischendurch auch Suppen. Gut über Geschmack lässt sich streiten und ein paar Sachen waren gar nicht sooo übel wenn auch der Geschmack immer ähnlich war. Ich denke das ist einfach die fertige Gewürzmischung inklusive „Chemie“ 😀
    Aber wie gesagt, es gibt schlimmeres… Ich habe vor Jahren Spagetthi aus der Dose versucht! DAS war schlimm! -lach-
    Lieben Gruß und viel Glück mit deinem Vorhaben!
    LG, Michaela

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